Aller au contenu | Aller au menu | Aller à la recherche

Eine Konferenz der Solidarwirtschaft in Luxemburg light!

Ich bin eigentlich noch neu im Bereich der Solidarwirtschaft. Um mich besser einzuarbeiten, ging ich Ende November zur 2. Konferenz der Solidarwirtschaft in Luxemburg.

Mir wurde vor der Konferenz erklärt, dass das Ministerium klare richtungsweisende Punkte aufführen wird. Dies sollte die Solidarwirtschaft bereichsintern sowie gegenüber den Akteuren der „klassischen“ Wirtschaft stärken. Ich hatte jedoch eher den Eindruck, dass man zuerst einmal versucht, die Solidarwirtschaft zu verdünnen, um sie dann häppchenweise an die „klassische“ Wirtschaft zu verfüttern.

2e Conférence nationale de l'économie solidaire au LuxembourgWieso? Während seiner Rede machte der Minister Schneider ziemlich klar, dass für ihn Sozial- und Solidarwirtschaft eins wären. Nun, soweit ich den Bereich der Solidarwirtschaft verstanden habe (ich wiederhole: ich bin neu, also bin ich gerne bereit, mich belehren zu lassen), sind die beiden wohl miteinander verbunden und können sich des Öfteren bei Projekten überschneiden, aber sie gehören keinesfalls in dieselbe Schublade. Das zum Thema „Verdünnen“!

Die Häppchen wurden dann nachgereicht in Form von „Social business“. An sich ist es keine verwerfliche Idee, dieses „Social business“. Aber nach der Definition von Herrn Yunus sollte ein „Social business“ ein Minimum an Profit erwirtschaften. Doch das widerspricht irgendwie wieder dem, was ich in der kurzen Zeit in der Solidarwirtschaft über dieselbe aufgeschnappt habe. Ansonsten wäre doch der Profit wieder über den Menschen gestellt. Das Ministerium, wenn auch nur delegiert, heißt ja (noch) nicht Ministerium für „Social business“.

Genauso wie das Ministerium meines Erachtens zum „Social business“ tendiert, schienen mir die anderen internationalen Organisationen wie die OECD oder die Europäische Kommission, die auch vertreten waren, auch in die Richtung zu gehen. Sie stellten ihre Kriterien zur Identifizierung einer solidarwirtschaftlichen Vereinigung (Betrieb) vor. Diese waren zum einen stark verallgemeinert, das gaben die Vertreter der Organisationen auch zu, zum anderen bewegten sie sich auch wieder im Rahmen einer „finanziellen Rentabilität“. Beides schien mir wiederum nicht zu solidarwirtschaftlichen Ideen zu passen, da die doch eher die lokalen Gegebenheiten unterstreichen und auch den Menschen über irgendeine „finanzielle Rentabilität“ setzen.

Die unterschwellige Botschaft dieser Konferenz schien mir schlussendlich diese zu sein: “Schaut, dass Ihr auch ohne Hilfe des Staates und/oder anderer Organisationen auskommt. Diese werden nur noch als Starthelfer fungieren (wollen).”

Und was gibt es jetzt zum Nachtisch?

Article modifié le jeudi 15 décembre 2011, 16:49

Auteur: Joseph Degrand

Restez au courant de l'actualité et abonnez-vous au Flux RSS de cette catégorie


Soyez le premier à réagir sur cet article

Ajouter un commentaire Fil des commentaires de ce billet

aucune annexe



Voir aussi

Chambe des députés

Unternehmen der Solidarwirtschaft, welche juristische Form?

Welche juristische Form für die Unternehmen der Solidarwirtschaft? Der gemeinnützige Verein in der Solidarwirtschaft. Photo par James Stringer Welche juristische Form für die Unternehmen der...

Lire la suite

L'économie solidaire ou l'impossible définition ?

Si, on peut à peu près aisé­ment cer­ner les con­tours de l’éco­no­mie sociale et soli­daire, expli­quer sans trop de dif­fi­cul­tés ses domai­nes d’inter­ven­tions, son his­toire, il en va tout...

Lire la suite