Mit der Bitte um Erläuterung
Publié le jeudi 09 décembre 2010, 15:34 - Luxembourg - Lien permanent
- Article
- |
- Commentaires(0)
- |
- Fichiers attachés(0)
Marco Schank hat’s erkannt – Müll ist eine Ressource! Verzeihen Sie bitte Herr Minister, aber Lamesch hat das schon lange erkannt, sonst würde er ihn nämlich nicht Tag für Tag einsammeln und entsorgen.
Wenn Müll denn eine Ressource ist, dann müssten doch eigentlich wir, die Müllerzeuger und somit Halter der Ressource, sehr viel Geld für unsere Schätze bekommen. Dem ist aber nicht so, ganz im Gegenteil. Nicht nur, dass die Müllgebühren Jahr um Jahr steigen und ihre Berechnung immer komplizierter wird, nein, der Staat subventioniert Lamesch und Co. nach wie vor dafür, dass sie unsere Ressource weiterverarbeiten. Und Geld damit machen.
Sie werden jetzt das Prinzip producteur-pollueur anführen. Greift nicht! Stellen Sie sich mal vor, was all die Rohölförderer an Schadensersatz zahlen müssten, wissen wir doch, welche Umweltschäden durch den Einsatz von Erdöl verursacht werden. Ähnliches gilt auch für die Kohle. Wie bitte? Die Unternehmen investieren ja auch in Umweltprogramme! Das hat mit ihrer sozialen Verantwortung zu tun, jedes Unternehmen, das heutzutage etwas für seine Imagepflege tun möchte, beteiligt sich an derartigen Projekten. Abgesehen davon machen wir - Sie und ich - das auch, ganz egal wie oft wir in Urlaub fliegen, unnötig duschen oder das Auto an der geschlossenen Bahnschranke laufen lassen. Wir spenden, kaufen Bio, sind ehrenamtlich aktiv, versorgen die Kinder und Haustiere unserer Nachbarn, etc.
Also, Gleichbehandlung bitte. Ich will Geld für meine Ressource, sie verkaufen dürfen. An den meistbietenden! Oder, an den, der sie am sinnvollsten einsetzt. Ich bin sogar bereit, nicht nur aufs Geld zu schauen, sondern der Verwendung den Vorrang zu geben. Wer meinem Müll besonders sinnvoll einsetzt und dafür noch eine akzeptablen Preis zahlt, darf ihn haben.
Ich habe eine noch bessere Idee. Ich will ihn spenden dürfen! Also wenn das nicht wahre Philanthropie. Anstelle von Geld stelle ich der Menschheit meinen Dreck zur Verfügung. Das Hochklappen des Mülleimerdeckels wird zum Synonym für Sympathie und Entwicklungshilfe. In einer Reihe stehen mit Bill Gates, Michael Schumacher und Brad Pitt.
Ressourcenvergeudung zur Weltverbesserung. Müllproduktion als Gemeinwohl. War es das, worauf Sie hinauswollten, Herr Schank?
Article modifié le mercredi 15 décembre 2010, 10:30




Derniers commentaires